Auf dem Messekongress Schadenmanagement & Assistance sind am 14. und 15. April in diesem Jahr 1.500 Fachleute aus dem Schadenmanagement zusammengekommen. Das Team von Verisk hat digitale Lösungen und Expertise für Akteure im Schadenökosystem vorgestellt – rund um Personen-, Kfz- und Gebäudeschäden. Hier kommen unsere Highlights und Erkenntnisse aus den zwei Tagen.

Ehrliche Worte zur Eröffnung: Die Rolle von Dienstleistern in Zeiten von KI
„Der Kunde diktiert, die KI reguliert, der Versicherer orchestriert“ – das war der Titel der Keynote von Thomas Jacobi, Bereichsleiter Schaden Komposit und Mitglied des Vorstandes bei der Signal Iduna Gruppe. Er hat in seinem Vortrag über die Rolle der drei Haupt-Akteure im Schadenmanagement gesprochen: Versicherer, Dienstleister und IT-Unternehmen.
Wenn er in die Zukunft blickt, tragen Versicherer weiterhin die Verantwortung. Wenn es aber darum geht, die gefühlte Wahrnehmung der gemeinsamen Kunden zu verbessern, sind alle gefragt. Dienstleister differenzieren sich über nachgewiesene Qualität und Service, nicht mehr über den besten Preis. IT-Unternehmen schaffen schnell technisch funktionierende Lösungen. Dazu muss die technische und prozessuale Anschluss- und Integrierfähigkeit breiter und schneller gewährleistet sein.
Schadendienstleister und IT-Unternehmen sind dabei nicht eindeutig abzugrenzen. Das sehen auch wir bei Verisk – mit einem Mix aus Service- und Technologielösungen für das Schadenmanagement.
Verisk auf der Bühne: Digital strukturieren. Erfolgreich sanieren – Ein Praxisbeispiel, das Maßstäbe setzt

Sanierungsprojekte sind komplex, individuell und bringen einen hohen Abstimmungsbedarf zwischen internen und externen Stakeholdern mit sich. Das weiß auch Olaf Arns, Geschäftsführung Profit Center bei der Sprint Sanierung GmbH. Gemeinsam mit Michael Rodenberg, Geschäftsführer der Verisk Property GmbH, hat er auf der Bühne gezeigt, wie digitale Dokumentation aus einem Schadenfall ein erfolgreiches Sanierungsprojekt macht und die Kundenzufriedenheit steigert. Zum Einsatz kommt dabei die konfigurierbare, mobile und kollaborative Softwareplattform Rocket Repair. Sprint hat als Leuchtturmkunde praxisnahe Anforderungen in die Entwicklung der Lösung eingebracht und damit den Weg zur Marktreife begleitet. Die Einblicke aus der Praxis haben gezeigt: Abläufe werden strukturiert und die saubere Datenerfassung auf der Baustelle unterstützt. So werden Sanierungsprozesse von Beginn an transparenter gestaltet und die Zusammenarbeit zwischen Innen- und Außendienst optimiert.
Getreu unserem diesjährigem Motto „Connecting our Industry“ bringen wir damit eine Lösung auf den Markt, die eine weitere Zielgruppe im Schadenmanagement bedient und perspektivisch über ein integriertes Schaden-Netzwerk mit weiteren Modulen und Beteiligten Verbindungen schafft.
Michael Rodenberg
Managing Director, Verisk Property GmbH
Schadenmanagement zwischen Kundenerwartung, technologischer Machbarkeit und wirtschaftlichem Druck
Die Herausforderungen im Schadenmanagement sind weiterhin groß. Das haben auch die Vorträge in den Themenräumen gezeigt. Es ging um Automatisierungspotenziale, eine nahtlose Customer Journey und verbesserte Zusammenarbeit. Eine End-to-End-Automatisierung ist das Ziel, aber längst noch nicht Realität – wohl aber klar definierte, automatisierbare Prozessteile entlang der Schaden-Journey. Die Empfehlung aus der Praxis: Mit überschaubaren Cases intern die Akzeptanz und Transparenz fördern. Sachbearbeitende benötigen Lösungen, die nicht nur erkennen, was ein Schaden ist, sondern auch was jetzt sinnvoll zu tun ist.
An unserem Stand haben wir gleich zwei Lösungen vorgestellt, die genau das unterstreichen:
- Wir heben das Personenschadenmanagement auf ein neues Level: Durch die Kombination unserer Claims Agents mit Mavera DSS entsteht ein KI-gestütztes Decision Support System, das medizinische Unterlagen in Minuten strukturiert und dabei unterstützt, medizinische Ressourcen effizienter zu nutzen. Sachbearbeitende können Fälle eigenständig im System beurteilen oder komplexe Fälle direkt an interne oder externe Gutachter steuern. So entstehen aus unstrukturierten, medizinischen Akten klare Entscheidungen in Minuten.
- Kfz-Schäden brauchen heute vor allem eines: schnelle, objektive Entscheidungen. Mit Claim Direct erhalten Sachbearbeitende ein leistungsstarkes, modular integriertes System, das Fachwissen skalierbar macht. Die Lösung analysiert Fahrzeugdaten, Bilder und Schadeninformationen, prüft die Plausibilität und erstellt belastbare Reparaturkosten, ermittelt Wiederbeschaffungswerte sowie Restwertprognosen. Das Ergebnis ist eine sofortige Handlungsempfehlung für Sachbearbeitende zur zielgenauen Steuerung – ob fiktive Abrechnung, Reparatur oder Begutachtung durch einen Sachverständigen.
Connecting Our Industry – Vernetzung im Fokus

Der Kern von Branchenveranstaltungen wie dem Schadenkongress ist immer auch der Austausch und das Vernetzen mit anderen Schadenexpertinnen und -experten. Wissen teilen, Innovationen schaffen, Verbindungen stärken – so wachsen Partnerschaften, die gemeinsam Ziele erreichen. Das wollen wir als Hauptsponsor der Veranstaltung, aber auch im täglichen Umgang mit Kunden und Partnern vorantreiben. Im Mittelpunkt stehen digitale Lösungen für Personen-, Kfz- und Gebäudeschäden, die Akteure im Schadenökosystem vernetzen und Komplexität dort strukturieren, wo im Alltag Unsicherheit entsteht.